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Mission Ludwig-Harms-Haus

Es war kein hoher kirchlicher Feiertag. Nicht einmal ein Sonntag war der 12. Oktober 1849, als Ludwig Harms, der Ortspastor des kleinen Heidedorfes Hermannsburg bei Celle nach einer kurzen Andacht mit zwölf jungen Männern im Gefolge von der Peter-und-Paul-Dorfkirche zu einem Fachwerkhaus zog, das für die nächsten Jahre Wohnort und Schule der Bauernsöhne sein würde. Dieser Tag gilt bald der Beginn der "Hermannsburger Mission".

In Langen Gottes diensten und plattdeutsch gehaltenen Hausversammlungen, zu denen die Menschen oft von weit her anreisten, hat Harms die Bereitschaft zur Mission in der Bevölkerung angelegt, bis eines Tages junge Bauernsöhne zu ihm kamen und ihn baten, dass er sie zu den Heiden nach Afrika senden möge. Harms wollte nur gut ausgebildete lutherische Theologen nach Afrika senden. Er konnte aber keine Universität, kein Predigerseminar finden, das weinen jungen Männer, die durchweg nur Dorfschulbildung vorzuweisen hatten, aufnahm. So gründete er kurzerhand das Missionsseminar in Hermannsburg und nahm die Ausbildung selbst in die Hand, indem er seine Zöglinge in einem geschenkten Bauernhaus gemeinsam mit seinem Bruder unterrichtet. Acht von den zwölf Männern beendeten 1853 die Ausbildung, und Harms schaffte es auch, dass ihnen eine kirchlich anerkannte Prüfung abgenommen wurden. Dann entschied er, dass seine Missionare unabhängig und selbstständig in Afrika sein müssten, und er suchte und fand acht Kolonisten, die als Handwerker und Bauern dafür sorgen sollten, dass ein kleines wirtschaftlich unabhängiges Gemeinwesen in Afrika Ausgangspunkt der Verkündigungstätigkeit seiner Missionare sein konnte.

Heute hat das Missionswerk über 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 15 Länder der Erde entsandt. Dazu gehören Theologen, medizinisches Personal, Pädagogen, Landwirte und Verwaltungsfachleute. Aus den Missionsfeldern wurden Partnerkirchen, und diese schicken heute auch selbst Missionare aus.

Einigen von ihnen kommen über der Missionswerk als ökumenische Mitarbeiter nach Deutschland und arbeiten in unseren Gemeinden mit. So ist Mission im Laufe der Jahre zum "Zwei-Bahn-Verkehr" geworden, was sich auch daran erkennen lässt, dass die Mission in Deutschland Mitarbeiter hat, deren Aufgabe es ist, die Erfahrungen der Kirschen in Übersee in den Gemeinden der Mutterkirchen bekannt zu machen.

Wer mehr über die Arbeit der Mission erfahren möchte, sollte das Ludwig-Harms-Haus besuchen, das einen Ausstellung zur Missionsarbeit beherbergt. 7000 Besucher haben das Ludwig-Harms-Haus in den fünf Monaten nach der Wiedereröffnung im Mai 2000 schon gesehen und waren beeindruckt von der großzügigen Neugestaltung der Räume, von der Offenheit zwischen den verschiedenen Bereichen des Hauses, von der Gastlichkeit des Tagungshauses, von der Cafeteria, von der Ausstellung und den kompetenten Führungen, von Veranstaltungen verschiedener Art zu Themen der weltweiten Mission, vom reichhaltigen Angebot der Buchhandlung und des Weltladens.

Die Ausstellung Candace Mission Possible setzt mit zehn aktuellen Themen Akzente, die die Hauptaufgaben von Kirchen und Mission im dritten Jahrtausend anregend zur Diskussion stellen, Besonders Gruppen, die einen erlebnisreichen Nachmittag in Hermannsburg verbringen wollen, kommen hier auf ihre Kosten. Kompetente Mitarbeiter berichten anhand verschiedener Medien aus ihrer Arbeit in den Partnerkirchen des ELM. Der Hausleiter führt durch die Ausstellung und bringt seine langjährige Überseeerfahrungen ein. Aber auch Einzelbesuchern stehen die Mitarbeiter zur Verfügung, wenn es gewünscht wird. Buchhandlung und Weltladen bieten Raum zum Bummeln und Einkaufen.